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In drei Schritten die Terrasse auf Vordermann bringen

Frühlingsbeginn – die Vögel beginnen zu zwitschern, Topfpflanzen erwachen aus ihrem Winterschlaf, dürfen wieder nach draußen und recken ihre Blüten und Blätter in die wärmende Sonne. Auch wir genießen die steigenden Temperaturen und machen es uns auf unseren Terrassen gemütlich. Zuvor muss allerdings erst einmal der Terrassenboden grundgereinigt werden. Denn was sich hier über die Wintermonate ansammelt ist nicht nur unschön, sondern kann im Fall von glitschigem Moos und Algen auch ganz schön gefährlich sein. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Terrasse in drei einfachen Schritten wieder auf Vordermann bringen:

1. Vorbereitung: Bevor wir mit der eigentlichen Grundreinigung beginnen, muss der Terrassenboden erst einmal vom gröbsten befreit werden. Kehren Sie hierfür mit einem Besen Herbstlaub, Staub und Steinchen weg.

2. Moos und Algen beseitigen: Das Hauptaugenmerk gilt der Beseitigung von über den Winter auf Platten und Latten angesiedeltem Grün. Hierfür ist im Handel ein breites Sortiment an chemischen Reinigungsmitteln erhältlich. Aber Vorsicht: Bevor Sie zu chemischen Reinigungsmitteln aus dem Handel greifen, sollten Sie beachten, dass Pestizide und Pflanzenschutzmittel nicht nur umweltbelastend sind, sondern auf befestigten Flächen in der Regel sogar verboten. Hier bitte nur Mittel verwenden, die ausdrücklich zur Reinigung von Platten zugelassen sind! Entsprechende Hinweise finden Sie in der jeweiligen Gebrauchsanweisung. Wir empfehlen Ihnen stattdessen zu umweltfreundlichen Hausmitteln wie Zitronensäure, Essig oder aufgelöster Kernseife zu greifen und das angesammelte Grün mithilfe einer Bürste abbürsten.

Weniger körperliche Anstrengung und schnellere Ergebnisse erzielen Sie alternativ mit einem Dampf- oder Hochdruckreiniger. Diese Geräte können Sie inklusive entsprechender Spezialaufsätze für Ecken und Kanten sowie Spritzschutz in Ihrem Baumarkt ausleihen. Bevor es mit dem Dampf- oder Hochdruckreiniger losgeht, sollten Sie bei trockenem Wetter noch einmal die Platten gründlich mit einem Besen oder einer Bürste abbürsten. Nach der Reinigung empfiehlt es sich außerdem, die Fugen frisch mit Sand einzuschlämmen.

Beachten Sie außerdem bei der Wahl Ihrer Reinigungsmethode den Bodenbelag: Bei Holzeterassen ist von chemischer Reinigung unbedingt abzusehen, da bei diesem Material die Gefahr der Fleckenbildung besteht – hier setzen wir auf die Warmwasser-Kernseife-Lösung. Auch der Hochdruckreiniger ist bei empfindlicheren Materialien wie Holz oder weichen Gesteinen wie Sand- oder Kalkstein mit Vorsicht zu genießen, da er bei zu starker Einstellung die Oberflächen beschädigen, im Falle von Holzdecks sogar die Fasern aufstellen kann. Die angegriffene Oberfläche ist dann anfälliger für neue unerwünschte Begrünung.

Die Devise lautet also insgesamt: Je schonender, desto besser.

3. Fugen von Pflanzen befreien: Nicht nur auf den Platten wächst und gedeiht es in der kalten Jahreszeit, auch in den Ritzen machen sich Pflanzen breit. Diese werden sie am einfachsten mit einem Fugenkratzer wieder los. Ist die Terrassenfläche recht groß, hilft auch hier der Hochdruckreiniger. Arbeiten Sie dabei mit geringem Druck, damit der Fugensand nicht herausgespült wird und schlämmen Sie bei Bedarf nach.

Eine weitere, besonders wirksame Methode ist das Abflämmen mit Gas oder einem Infrarotstrahler. Wie der Hochdruckreiniger sind entsprechende Geräte zum Verleih in Baumärkten erhältlich. Bei dieser Methode ist allerdings eine gute Portion Geduld vonnöten, da die Wärme beim Abflämmen zunächst das Keimpotenzial der noch im Boden lauernden Samen anregt. Das heißt – innerhalb der nächste drei bis sechs Monate nimmt der Pflanzenbewuchs erstmal zu! In kurzen Zeitabständen sind daher bis zu acht Behandlungen nötig. Die Mühe zahlt sich jedoch aus, denn nach abgeschlossener Behandlung ist für die nächsten Jahre erstmal Ruhe im Karton.

Verzichten Sie hingegen lieber auf das Ausgießen der Fugen und Zwischenräume mit Wasser, da dieses sich auf versiegelten Flächen anstaut und an den betroffenen Stellen die Bildung von Moos und anderen Pflanzen fördert!

Dieser Artikel stammt von Crafty: Das 2018 von Christiane Wolff und Jens Zabel in München gegründete Handwerkerunternehmen bündelt alle Gewerke für Renovierung, Installation, Aus- und Umbau mit eigenen fest angestellten Handwerkern unter einem Dach. Mithilfe eines Technischen Koordinators übernimmt Crafty alle Aufgaben, von der Planung und Koordination, bis hin zur Ausführung von Aufträgen unterschiedlichster Komplexität und Größe – sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Der Betrieb bietet seine Dienstleistungen über den Gründungsstandort hinaus in allen größeren Regionen Deutschlands an. In München, Berlin, Hamburg, Frankfurt und Essen sind die Crafties bereits erfolgreich gestartet, weitere Standorte folgen.

Foto: pixabay.com

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