Taschenuhr

Taschenuhren liegen wieder voll im Trend. Kein Wunder denn in der schnelllebigen Zeit, sehnen sich viele nach Entschleunigung. Da wundert es nicht, dass der Retro-Look in so vielen Lebensbereichen Einzug hält. In der Modewelt dürfen wir uns an unvergesslichen Styles aus den letzten Epochen erfreuen und auch im Uhrenbereich wird „Old-Fashion“ immer öfter angefragt. Wir jagen wieder das Besondere, weshalb Einzelstücke gefragt sind. Opas edler Zeitmesser ist zurück, obwohl er eigentlich nie ganz weg gewesen ist. Er hat sich die letzten Jahre etwas rar gemacht und ist inzwischen wieder zahlreich auf dem Uhrenmarkt vertreten. Infos zum Revival und alles, was es sonst noch zur Taschenuhr zu wissen gibt, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Für Uhrenliebhaber und Sammler erweist sich bereits das Aufziehen einer Taschenuhr als eine meditative Handlung. Träger nehmen sich damit Zeit für die Zeit. Unser Blick geht immer öfter zurück in die Vergangenheit. Weg vom Mainstream, trauern wir der guten alten Zeit hinterher, während wir Traditionen und Werte vermissen. Auch wenn diese vielleicht gar nicht so bekannt sind. Zum Beispiel was den Verwendungszweck der kleinen Hosentasche betrifft, welche sich an der Vorderseite von Jeanshosen befindet. Diese fünfte Tasche wurde früher von US-amerikanischen Landarbeitern zur Aufbewahrung der Taschenuhr genutzt, während die Kette ganz einfach an der Gürtelschlaufe befestigt wurde.

Neue und antike Taschenuhren

Grundsätzlich muss zwischen original antiken Taschenuhren und Taschenuhren im Antik-Look differenziert werden. Originale können beispielsweise auf Uhrenbörsen oder in Auktionshäusern erstanden werden. Aber auch auf Flohmärkten und im Internet ist das Angebot an originalen Ausführungen groß. Wichtig ist, dass Sie vor dem Kauf gründlich recherchieren. Damit Sie das Alter der Uhr bestimmen können, sollten Sie diese in den Händen halten, um den Deckel öffnen zu können. Im Deckel finden Sie Stempel, Seriennummer und mögliche Bildmarken, die Auskunft über Hersteller und Produktionsjahr geben. Es gibt allerdings auch anonym gefertigte Uhren, bei denen sich Alter und Herkunft nicht zuordnen lassen. Handelt es sich um ein Modell mit Zifferblatt-Signatur, muss es sich dabei nicht um die Initialen des Herstellers handeln. Diese können auch vom Verkäufer stammen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Juweliere mehrere Exemplare beim Werkshersteller erstanden und die Zifferblätter dort mit eigenen Initialen fertigen ließen.

Tragbare Uhren haben ihren Ursprung in Deutschland

Die erste Taschenuhr und damit der weltweit erste „Tech Game Changer“ wurde 1510 von Peter Henlein in Deutschland erfunden. Die typische Form der Taschenuhr für Herren, wie wir sie heute kennen und lieben, wurde im 17. Jahrhundert perfektioniert. Die flache, runde Form passte in jede Tasche, ohne dass der Stoff beschädigt wurde. Zu dieser Zeit wurde auch der Begriff „Fob Watch“ geprägt. Der Ursprung dafür ist das niederländische Wort „fuppe“, welches übersetzt „kleine Tasche“ bedeutet. Heute ist unter dem Begriff „Fob“ die kleine Tasche zu verstehen, in welche die Uhr gesteckt wird. Aber auch die Kette oder das Band werden als „Fob“ bezeichnet. Und sogar die Uhr selbst kann damit gemeint sein. Taschenuhrenkenner nutzen den Begriff primär, um damit das Band zu bezeichnen, an welcher die Uhr befestigt ist. Also kurz: die Uhrenkette. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob sie als Fob-, Taschen- oder Sackuhr bezeichnet wird: Die Geschichte ist immer die Gleiche. Im Zuge des ersten Weltkrieges haben sich Taschen- und Armbanduhren ebenfalls bekriegt. Armbanduhren gewannen die Schlacht, weshalb die Taschenuhr in den Taschen der Geschichte steckenblieb.

Taschenuhren: Keine reine Männersache

Die moderne Zeit im 17. und 18. Jahrhundert ging auch an den Damen nicht spurlos vorbei. Ebenso wie die Herren der Schöpfung, waren Frauen daran interessiert, ihren Reichtum offen zur Schau zu stellen. Wohlhabende und adelige Kaufleute ließen sich zu dieser Zeit gerne malen, während sie dabei ihren Wohlstand präsentierten. Der Maler Diego Velázquez verewigte Maria Theresia von Spanien im 17. Jahrhundert in Öl. Auf dem Gemälde sind gleich zwei Uhren zu sehen, welche an ihrem Kleid befestigt waren. Auch Jan Albert Rootius, ein niederländischer Maler, verewigte wohlhabende Damen mit Taschenuhr auf seinen Leinwänden. Während Männer ihre Taschenuhr in der Jacken- oder Westentasche trugen, führten die Damen von Welt ihre Wertstücke an einer Kette mit sich. Entweder um die Taille oder um den Hals.

Liegen Taschenuhren für Damen auch heute noch im Trend?

Wie bereits erwähnt, wurde die Uhr im 15. Jahrhundert mobil. Bis heute unterlag sie enormen Weiterentwicklungen, sodass sie auch für Damen attraktiv wurde. Die moderne Frau verspürt offenbar den Wunsch sich dem Exklusiven hinzugeben und sich dadurch von der Masse abzuheben. Eine Taschenuhr für Damen ist nicht nur auffällig, sie stellt auch etwas ganz Besonderes dar. Das Accessoire mit Blickfang-Garantie wird ganz selbstverständlich am Dirndl, am Hosenbund oder in der Handtasche getragen. Auch Replica Uhren werden immer mal wieder von Damen nachgefragt.

Taschenuhr im Internet: Der Zeitsprung zwischen Antike und Moderne

Auf den großen Handelsplattformen wie Ebay oder Amazon, werden Interessenten sehr schnell fündig oder können ebenfalls Ihre Taschenuhren verkaufen. Dort stehen wunderschöne Schmuckstücke zum Verkauf & Ankauf, welche sowohl schlicht als auch reich verziert in Erscheinung treten. Doch auch auf https://www.sofortankauf.de/Sofortankauf/Taschenuhren ist es möglich die eigene Taschenuhr zu verkaufen. Nachdem der Wert der Uhr geschätzt wurde, erhalten Sie dann ein Angebot.

Bei Taschenuhren Design kennt scheinbar keine Grenzen, weshalb die Auswahl enorm groß ist und sich für jeden Geschmack das passende Modell finden lässt. Die Taschenuhr entwickelte sich nicht nur in puncto Design weiter, denn auch das Uhrwerk machte Fortschritte und passte sich nach und nach den Vorlieben der Nutzer an. Ob mit Handaufzug, als Automatik- und Quarzvariante oder mit Digitalwerk: heutzutage ist alles möglich. Die Taschenuhr konnte sich im Laufe der Jahre sogar emanzipieren und definiert keine ausschließlich männliche Domäne mehr.

Fazit

Man muss nicht jedem Trend des 21. Jahrhunderts hinterherjagen. Denn wenn wir ehrlich sind, ist der Trend von heute, morgen schon wieder überholt. Umso zufriedenstellender kann es sein, sich an traditionellen und altbewährten Klassikern der Geschichte festzuhalten, mit denen die Zeit zwar nicht stehenbleibt, aber zumindest mehr Zeit einräumt, im Moment zu verweilen. Lesen Sie jetzt auch mehr über Fossil Uhren.

Foto: Tentes auf Pixabay

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