Ausflugstipp: Technikmuseum Speyer und Sinsheim

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Ausflugstipp: Technikmuseum Speyer und Sinsheim

Manchmal sind es die Zufälle, die einen auf eine tolle Idee bringen. Vor dreieinhalb Wochen zappte ich mal so durchs TV-Programm und bin bei einer Reportage des SWR über das Technikmuseum Speyer und Sinsheim hängen geblieben. Sehr interessant! Das Kind im Manne bekam Herzklopfen. Und für die Kinder (Sohn 12 und Tochter 14) ist das garantiert auch was. Also nicht lange gezögert und schon war das Hotel gebucht und die Reise für das übernächste Wochenende geplant.

Und weil die beiden Museen natürlich an einem Tag inklusive Anreise nicht zu schaffen sind, haben wir vorab online 2 Nächte im Hotel Linde in Otterstadt gebucht. Von hier benötigt man etwa 10 Autominuten zum Technikmuseum Speyer und ca. 30 Autominuten zum Ableger in Sinsheim. Das Hotel war echt super. Freundlicher Service, renovierte saubere Zimmer und ein gutes Frühstücksangebot. Außerdem natürlich deutlich günstiger als die Hotels direkt an den beiden Museen.

Schlechtes Wetter aber trotzdem super!

Nicht so toll war das Wetter. Von den 13 Grad zum Zeitpunkt der Buchung waren zum Start des Ausflugs leider nur noch magere 2 bis 7 Grad übrig. Dazu am Samstags noch einiges an Regen. Nundenn egal. Weil wir ja nunmal aus dem Norden kommen, fand die Anreise bereits freitags statt. Samstag morgen starteten wir gen Sinsheim mit einem Abstecher zum Hockenheimring, wo aber natürlich dank der Jahreszeit wenig zu sehen war. Speyer mit der begehbaren Boeing 747 haben wir uns für den Sonntag aufgehoben. Schließlich mussten wir danach am späten Nachmittag wieder die Heimfahrt antreten und Speyer liegt näher am Hotel. Aber in Sinsheim gab es auch wirklich eine Menge zu sehen! Das Technikmuseum findet sich an zwei Standorten, weil das Gelände in Speyer irgendwann aus allen Nähten geplatzt ist. Geführt werden die beiden Museen von einem gemeinnützigen Verein. Und die Mitglieder und ihre Helfer geben sich wirklich sehr viel Mühe!

Die knapp 140 Euro Eintritt (2 Erwachsene, 2 Kinder, beide Museen, je ein Film im jeweiligen 3D- bzw 360 Grad-IMAX-Kino) sind sicher kein Pappenstiel und mit Verpflegung und Hotel kommen schonmal fix 500 Euro zusammen. Aber ich finde das trotzdem absolut angemessen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut in Ordnung.

Technik-Highlights der Extraklasse

Eines der Highlights in Sinsheim ist zweifelsohne die Concorde, das ehemals schnellste Verkehrsflugzeug der Welt. Aber das Teil steht so schräg nach oben, dass man schon etwas schwindelfrei sein muss, um es von hinten bis hoch ins Cockpit zu erkunden. Die danebenstehende “russische Schwester” ist da für Höhen- und Schwindelweicheier wie mich schon besser geeignet 😉 Außerdem finden sich im großen Freigelände noch jede Menge Militärfahrzeuge und weitere Flugzeuge. In der Halle gibt’s einen Militärbereich, Lokomotiven, Autos, Flugzeuge und vieles mehr. Wir kamen aus dem Staunen echt nicht mehr heraus. Im 3D-Kino laufen mehrere Dokus zu unterschiedlichen Zeiten und abends (außerhalb der Museumsöffnungszeiten) Spielfilme. Wir haben uns vom Zeitplan her für “Wild America” entschieden. Ganz nett, aber die Kids waren etwas gelangweilt.



Am Abend ging es dann in Otterstadt zu Fuß zum italienischen Restaurant “Zum Lamm”. Erstklassig! Super Essen, tolles Ambiente und 1A Service zu angenehmen Preisen. Am nächsten Morgen stand dann Speyer auf dem Programm. Die Kids (und auch der Papa) waren gespannt – vor allem auf die 747. Und wir wurden nicht enttäuscht. Zwei Hallen vollgestopft mit Fahrzeugen, Weltraum, Modelleisenbahn und vielem mehr. Außerdem ein riesiges Außengelände mit Seenotrettungskreuzer, U-Boot, Lokomotiven und vielen Flugzeugen. Dazu ein 360-Grad-Kino. Tipp für Leute, die nicht schwindelfrei sind: nicht zu weit nach oben setzen. Ist schon gewöhnungsbedürftig, aber ein Erlebnis. Der Film “Wunderwelt Südpazifik” war ok.

Apropos schwindelfrei bzw seekrank… wer damit Probleme hat, sollte beachten, dass die Boeing 747 leicht längs angeschrägt und mit leichter Neigung nach oben auf einem 20m hohen Podest steht. Das sorgt im Inneren des Jumbos für ein ganz spezielles Feeling… also am besten immer gut festhalten. Wer sich nicht traut, verpasst echt was! In die erste Klasse oder gar in die Nähe des Cockpits eines solchen Fliegers kommt man ja als Economy-Passagier eher selten oder gar nicht.

Vergessen Sie bitte nicht, auch das angeschlossene Museum “Wilhelmsbau” zu besuchen. Dies liegt gegenüber vom Parkplatz und bietet jede Menge Musikinstrumente, Puppen, Spielzeug, Waffen und die ehemalige Küche von Else Kling aus der ARD-Serie “Lindenstraße”.

Fazit: zum Nachmachen wärmstens empfohlen

Nach einem erlebnisreichen Wochenende ging’s dann mit zwei begeisterten Kids nach Hause. Gelungene Aktion auf ganzer Linie! Ich werde natürlich nicht alles verraten und zeige Ihnen hier nur einige meiner vielen Fotos. Schließlich sollen Sie ja auch noch einige Überraschungsmomente für sich haben. Wenn Sie noch nicht da waren, fahren Sie unbedingt mal hin. Viel Spaß.

 

Hier noch die Reportage des SWR, die mich inspiriert hat:

Weitere Eindrücke finden Sie auf dem YouTube Kanal und natürlich auf der Webseite des Museums.

Fotos: © Matthias Koch

Matthias erstellt, betreibt und vermarktet seit dem Jahre 2000 diverse Blogs und Webseiten unterschiedlichster Art. Den Fokus legt er dabei auf Verbraucherthemen sowie Aktien, Börse und Tipps zum Geld sparen.

Er lebt in der Nähe von Hannover, wurde 1973 geboren und ist Vater von zwei Kindern.

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