Katwarn und Co: Die Apps, die vor Katastrophen warnen

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Wenn Sie Angst davor haben, in schwere Unwetter, Feuer, Terrorangriffe oder vergleichbare gefährliche Situationen zu geraten, profitieren Sie von der Entwicklung des Informationssystems Katwarn. Dieses System oder die dazugehörige App warnt Sie beim Aufenthalt in gefährdeten Postleitzahlengebieten automatisch. Das Gebiet, in dem Sie sich aufhalten, können Sie dem System mitteilen, oder Sie überlassen das der App auf Ihrem Smartphone. Zudem gibt es in Deutschland einige weitere Katastrophen-Warn-Apps.

Katwarn als Informationssystem für die Warnung vor Notfällen

Katwarn ist ein Informationssystem, das genutzt wird, um Anwender bei unterschiedlichen Notfällen zu warnen und eine Verhaltensempfehlung auszusprechen. Der Einsatz des Systems ist sowohl wegen möglicher Gebäudebrände, gefundener Bomben und Schießereien als auch im Rahmen von Chemieunfällen oder schweren Unwettern vorgesehen. Viele Menschen nutzen Katwarn per App über ein Smartphone, an das im Ernstfall eine Pushmeldung zugestellt wird. Darüber hinaus ist der Erhalt einer Warnungsmeldung auch über E-Mail oder SMS möglich. Zusätzlich erhalten registrierte Bürger die Gelegenheit, Meldungen über soziale Netzwerke zu teilen. Für die Einspeisung dieser Benachrichtigungen sind Rettungsdienste, verschiedene Behörden und der Deutsche Wetterdienst zuständig. Katwarn wird für alle Nutzer von Handys oder Inhaber von E-Mail-Adressen zur Verfügung gestellt, insofern die entsprechende Region oder Stadt den Informationsdienst nutzt. Mehr als 65 Gemeinden und Landkreise setzen das System, das 2010 erstmals bereitgestellt wurde, ein. Bereits 1,5 Millionen Bürger haben sich dort für den Benachrichtigungsdienst entschieden. Für die Registrierung ist lediglich der Versand einer SMS an die deutschlandweit erreichbare Servicenummer 0163-755 88 42 mit dem Stichwort Katwarn erforderlich. Außerdem lässt sich die App zum Informationssystem mit einem Smartphone problemlos herunterladen. Das Thema Warn-Apps beschreibt hier Schwäbisch Hall auf ihrem Internet-Auftritt sehr ausführlich.

Benachrichtigung nach Postleitzahlengebiet und Ortungsmeldungen

Alle Behörden, die auf Katwarn setzen, senden in Notfällen Warnungen an Benutzergruppen, die zum relevanten Postleitzahlengebiet gehören. Wer sich häufig in verschiedenen Gemeinden aufhält, hat die Chance, bei der Registrierung mehrere Postleitzahlen zu nennen. Weiterhin sorgt die automatische Registrierung der Verbindung mit WLAN-Zugangspunkten und Basisstationen dafür, dass die aktuelle Position der Anwender von Katwarn ebenfalls berücksichtigt wird. Sobald ein registrierter Bürger sich in der Nähe einer gefährdeten Zone befindet, erhält er laufend Informationen zur aktuellen Situation. Wenn Sie viel Wert auf Datenschutz legen, ist die Abschaltung der Ortungsfunktion möglich. Dann werden Sie jedoch im Ernstfall eventuell nicht informiert. Für Nutzer ist Katwarn vollkommen kostenlos. Nur die Landkreise, Bundesländer und Großstädte müssen einen einmaligen Beitrag und weitere jährliche Zahlungen für die technische Unterstützung leisten. Darüber hinaus ist für die Behörden bei jeder einzelnen SMS-Warnung eine Gebühr in Höhe von sechs Cent fällig. E-Mails und App-Meldungen sind für die Gemeinden wiederum mit keinen Zusatzkosten verbunden.

Entstehung von Katwarn und weitere Apps für die Katastrophenwarnung

Die Entwicklung von Katwarn wurde von öffentlichen Versicherern, die zugleich für den Betrieb mitverantwortlich sind, in Auftrag gegeben und vom Fraunhofer-Institut durchgeführt. Weil Sirenen und Lautsprecheranlagen ebenso wie Rundfunkmeldungen und sonstige Warnsysteme für die Behörden zum Teil äußerst kostspielig waren, wollen die Auftraggeber mit dem Informationssystem als Ersatz auch Kosten einsparen. Dennoch bleiben andere Möglichkeiten zur Warnung vor Katastrophen ergänzend erhalten.

Mit dem System Nina wurde vom Bundesamt für Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz bereits eine vergleichbare App für die Übermittlung von Nachrichten, Informationen und Notfallwarnungen programmiert. Für Unwetterwarnungen entwickelte der Deutsche Wetterdienst außerdem die sogar von der Bundesregierung empfohlene WarnWetter-App. Politiker drängen jedoch darauf, in Zukunft für die Katastrophenwarnung deutschlandweit auf ein einziges Informationssystem zu setzen.

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Betreibt seit 2001 ein eigenes Online Entertainment Magazin und schreibt als freier Redakteur für die unterschiedlichsten Blogs, Online-Shops und Magazine (On- und Offline) mit dem Schwerpunkt Entertainment & Medien. Lebt im Herzen des Ruhrgebiets, wurde 1972 geboren und ist verheiratet sowie Vater von einem Kind.

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