Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Au Backe! Fast jeder kennt den pochenden Schmerz im Mund, wenn etwa ein Zahn entzündet ist. Zahnschmerzen können aber noch viele andere Ursachen haben, etwa Karies oder andere Zahnerkrankungen. Eines ist jedoch klar, wenn es im Mund schmerzt und zieht, hilft keinerlei Ablenkung – eine rasche (Er-)Lösung ist also gefragt. Doch, welche Hilfsmittel gibt es, wenn man nicht direkt zum Zahnarzt in die Praxis gehen kann und ein paar Stunden überbrücken muss?

Hier finden Sie einige natürliche Hilfsmittel, die Ihnen kurzfristig Linderung verschaffen können. Bedenken Sie aber, dass die Ursache Ihrer Schmerzen rasch abgeklärt werden sollte:

Natürliche Erste Hilfe bei starken Zahnschmerzen

1. Eiswürfel bzw. Kälte

Ein Klassiker gegen Schmerzen ist Kälte, sie wirkt wunderbar bei stumpfen Verletzungen und kann Ihnen auch bei Zahnschmerzen vorübergehend helfen, da sie die schmerzende Stelle betäubt. Wickeln Sie Eiswürfel, Kühlkompressen („Cool Packs“) oder Kühl-/Gefriergut in ein Tuch und legen Sie es auf die betroffene Wange. Eventuell geben Sie Ihr Gefriergut zuvor in eine Plastiktüte, damit nicht alles nass wird.  Beachten Sie bitte, dass Sie Gefrorenes niemals direkt auf die Haut legen, da sonst Erfrierungen drohen. Lassen Sie das Kühlgut nur zehn Minuten auf der betroffenen Stelle. Wenn kein Gefriergut oder Kühlkompressen zur Hand sind, können Sie auch ein in kaltes Wasser getränktes Tuch zur Kühlung verwenden.

Bitte beachten Sie: Bei kälteempfindlichen Zähnen ist diese Methode nicht geeignet.

2. Nelkenöl oder Gewürznelke

Sie können den betroffenen Zahn mit einigen Tropfen Nelkenöl, das Sie auf ein Wattepad geben, abtupfen. Alternativ können Sie auch eine Mundspülung aus etwas Wasser mit einigen Tropfen zugesetztem Nelkenöl durchführen. Die Lösung dabei bitte nicht schlucken. Auch hier tritt ein Betäubungseffekt ein, denn Nelkenöl enthält ein natürliches Anästhetikum. Zusätzlich wirkt es desinfizierend und entzündungshemmend.

Wenn Sie kein Nelkenöl zur Hand haben, können Sie auch eine ganze Gewürznelke verwenden und im betroffenen Bereich zerkauen. Dadurch wird ebenfalls der schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoff gelöst und der Schmerz betäubt.

3. Salzwasser

Stellen Sie eine Gurgellösung her, indem Sie einen Teelöffel Salz in kochendem Wasser (eine Tasse) auflösen. Lassen Sie die Lösung abkühlen und gurgeln oder spülen Sie Ihren Mundraum etwa 30 Sekunden damit. Danach die Lösung bitte ausspucken und nicht schlucken! Dieses Mittel wirkt abschwellend und reinigend.

4. Zwiebeln

Schneiden Sie eine Zwiebel klein, geben Sie sie in ein Tuch und legen Sie Ihr „Zwiebelsäckchen“ anschließen auf die betroffene Wange. Zwiebel wirkt antibakteriell und kann Entzündungen und Schmerzen lindern.

5. Knoblauch

Legen Sie eine aufgeschnittene halbe Knoblauchzehe direkt auf die betroffene Stelle. Knoblauch enthält ätherische Öle, die entzündungshemmend sind und auch schmerzlindernd sein können und somit rasche Abhilfe bieten.

6. Tee

Frisch aufgebrühter, etwas ziehen gelassener und auf Körpertemperatur abgekühlter Kamillen-, Pfefferminz- oder Salbeitee kann ebenso als Mundspülung angewendet werden. Sie können auch die abgekühlten Beutel einige Minuten auf den schmerzenden Bereich legen. Auch hier tritt eine entzündungshemmende Wirkung ein.

Gehen Sie bald zum Zahnarzt!

Die vorgestellten Hausmittel sollten Sie nur als Überbrückung anwenden, wenn tatsächlich kein rascher Zahnarztbesuch möglich ist. Nicht alle Tipps wirken in allen Fällen und es ist unbedingt nötig bei akuten Zahnschmerzen ehest möglich einen zahnärztlichen Rat einzuholen, damit die Schmerzursache abgeklärt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden kann. Je früher eine Behandlung erfolgt, desto geringer ist der nötige Eingriff. Schmerzpatienten bekommen meist zeitnahe Termine oder werden zwischen gereiht.

Damit es möglichst nicht zu akuten Schmerzen kommt und Sie Ihre Zähne lange und gesund erhalten können, ist es wichtig, diese gut zu pflegen und regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrzunehmen, denn diese sind die beste Vorsorge für Ihre Zähne. Für Erwachsene wird ein Kontrolltermin mindestens einmal im Jahr (besser zweimal) empfohlen. Für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren sollte dieser jedenfalls zweimal im Jahr stattfinden und bereits früh eine Heranführung an Zahnpflege und Vorsorgeuntersuchungen erfolgen.

Foto: pixabay.com

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