Der Pfeffer und die Pfeffermühle

Für uns ist es heute normal, in den Supermarkt zu gehen und Pfeffer zu kaufen. Das war nicht immer so. Das Gewürz Pfeffer in seinen verschiedenen Variationen hat nämlich eine lange Reise hinter sich. Die dazugehörige Pfeffermühle in ihren verschiedenen Bauarten ist aus deutschen Haushalten mittlerweile kaum noch weg zu denken.

Die Geschichte des Pfeffers

Der schwarze Pfeffer macht den Anfang der verschiedenen Variationen (grün, weiß, rot und schwarz). Die Pfefferpflanze (lateinisch Piper nigrum) ist eine Kletterpflanze, die bis zu zehn Meter hoch werden kann. Sie hangelt sich an Bäumen empor und hat etwa bis zu 150 einzelne Blüten. Die Heimat der Pflanze ist Indien. Im europäischen Raum wurde sie erstmals in den Alpen entdeckt. Das war etwa im 11. Jahrhundert. Die Türken und Araber etablierten den Pfeffer dann im 15. Jahrhundert. Schon damals erkannten die Menschen die Heilkraft des Pfeffers. Er wirkt mit Wärme durchblutungsfördernd und findet bis heute in Schmerzpflastern seine Anwendung. Die zweite nicht zu verachtende Nutzung findet als verdauungsfördernde Substanz statt.

Verschiedene Arten und Geschmacksrichtungen des Pfeffers

Die unterschiedlichen Farben geben den Reifegrad beim Pfeffer an. Grüner Pfeffer ist ein noch unreifer Pfeffer, der mit Schale geerntet wird. Sie können diesen in Salzlake einlegen um ihn haltbar zu machen. Sein Aroma ist vergleichsweise mild zu anderen Sorten. Der schwarze Pfeffer wird erst kurz vor seiner Reife geerntet. Daher kommt die runzelige Oberfläche der Frucht. Er ist deutlich schärfer als der grüne Pfeffer. Der weiße Pfeffer ist nichts anderes als geschälter Pfeffer, der das Pfefferkorn übrig lässt. Dieser Vorgang wird von Maschinen ausgeführt. Der Geschmack und das Aroma werden durch das Entfernen der Schale milder. Er wird daher meistens zum Verfeinern eingesetzt.

Einen Unterschied in der Form bietet der lange Pfeffer, auch Stangenpfeffer genannt. Es wird behauptet, dass der Stangenpfeffer der Erste gewesen ist, der nach Europa kam. Sein Geschmack ist sehr scharf und wird daher gerne mit Chili verglichen. Das Aroma spricht eine andere Sprache: die von typischem, unverfälschten Pfeffer. Eine Art fehlt noch: der rote Pfeffer. Dieser ist ein überreifer Pfeffer, der mit der Farbe Rot seine Reife signalisiert. Einen guten Vergleich bietet eine Paprika, die erst grün ist und erst später im Reifeprozess rot wird. Kennzeichen vom roten Pfeffer ist seine Schärfe. Ein weiterer Unterschied zu den anderen Sorten ist, dass er am brasilianischen Pfefferbaum und nicht wie seine Artgenossen am Pfefferstrauch wächst. Der Cheyenne-Pfeffer ist übrigens eigentlich gar kein Pfeffer und er wächst auch nicht am Pfefferstrauch oder Pfefferbaum. Die Grundlage bildet hier die scharfe Frucht der gleichnamigen Chilisorte.

Die verschiedenen Arten von Pfeffermühlen

Bevor die Pfeffermühle erfunden wurde, hat man den Pfeffer mit einem Mörser oder einer Pistille zerrieben. Unter Vorbehalt waren die Brüder Peugeot es, die 1842 den Gewürzmischer erfunden haben sollen. Die klassische Pfeffermühle hat ein Mahlwerk, das am Fuß durch eine Metallstange mit dem Kopf verbunden ist, die den Fuß dreht. Durch eine Schraube oder einen Ring kann der Mahlgrad eingestellt werden. In der Regel stehen sechs unterschiedliche Stärken zur Verfügung. Den Pfeffer als Mahlgut können Sie von grob bis sehr fein einstellen. Wenn Sie eine stufenlos verstellbare Mühle wählen, wird der Grad am Kopf über eine aufgesetzte Schraube eingestellt. Diese Schraube weckt optisch den Eindruck, sie sei eigentlich nur zur Zierde da. Bei elektrischen Pfeffermühlen kann der Grad des Mahlens über einen Schalter gewählt werden.

Material und Form der Pfeffermühle

Das Mahlwerk muss aus einem festen Werkstoff gefertigt sein, damit die Abnutzung gering ist und die harten Pfefferbohnen gemahlen werden können. Meistens wird Metall genommen, wie auch bei Einwegmühlen im Discounter. Keramik oder Glas sind bei kostenintensiveren Modellen zu finden. Silber oder Gold sind weich, aber denkbar teuer. In der Form sind gerade bei der elektrischen Gewürzmühe fast keine Grenzen gesetzt. Vom Baseball-Schläger bis zum Ei ist alles zu haben. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich aus Holz gefertigte Unikate mit einem manuellen Mahlwerk. Das Holz und die Form können dabei vom Kunden fast frei gewählt werden.

Video: Der Weg des Pfeffers

Foto: TeeFarm / pixabay.com

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