Halloween

Bald ist es wieder so weit: am Abend des 31.10., also am Vorabend des christlichen Feiertags Allerheiligen, wird auch in unseren Breiten immer häufiger Halloween gefeiert. Der Name des Fests leitet sich von All Hallow’s Eve (engl.) ab und verweist somit direkt auf sein Datum.

Bekannt wurde der Brauch in Deutschland und Österreich hauptsächlich durch amerikanische Serien und Filme und vermischte sich teilweise mit regionalem Brauchtum. Er hat jedoch eine lange Geschichte fernab der Populärkultur.

Woher kommt „Halloween“ eigentlich?

Unter Halloween versteht man verschiedene volksbräuchliche Aktivitäten, die ursprünglich aus dem katholischen Irland stammen und wahrscheinlich auf verschiedene heidnische und keltische Traditionen zurückgehen. Durch irische Einwanderer kam der Brauch in die USA und wurde dort weiter ausgebaut, bis er schließlich ein wichtiges Fest in den USA und Kanada wurde und sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

Am christlichen Allerheiligen (1.11.) wird den Heiligen gedacht und am darauffolgenden Tag, Allerseelen, allen Verstorbenen. Da es seit jeher Wechselwirkungen und Überlagerungen zwischen christlichen und heidnischen Traditionen und Festtagen gibt, liegt somit diese These auch bei Halloween nahe. Der Religionsethnologe Sir James Frazer sieht Halloween als altes heidnisches Totenfest, das mit einer christlichen Hülle umwoben wurde. 837 wurde die bestehende heidnische Tradition mit Allerheiligen christianisiert, somit konnten Christen dem heidnischen Festtag gedenken, ohne zu sündigen.

Das keltische Fest Samhain (gälisch für November), das am 11. Vollmond des Jahres begangen wurde, war jedenfalls das zweitwichtigste Fest der Kelten, nach dem Frühjahrsfest Beltane (1. Mai, Walpurgisnacht) und ist ab dem 8. Jahrhundert nachgewiesen. Auch die Encyclopaedia Britannica verweist auf den keltischen Ursprung und dass im Zuge dieses Fests das Sommerende und der Einzug des Viehs in die Ställe gefeiert wurde. Zum Samhainfest war, nach keltischem Glauben, die Grenze zum Totenreich geöffnet. Mit Lichtern sollte den Verstorbenen der Weg geleuchtet werden. Später glaubte man, dass die Toten nach Lebenden Ausschau hielten, die im folgenden Jahr sterben sollten. Um diese abzuschrecken, verkleideten sich die Menschen und spukten selbst durch die Straßen. Kleine Gaben („treats“) vor den Häusern sollten ebenfalls böse Geister abhalten, genauso wie große Feuer.

Warum steht Halloween in enger Verbindung mit dem Kürbis?

Die Verwendung von Kürbissen geht auf eine irische Sage zurück: Jack Oldfield, ein böser Mann, fing den Teufel und wollte ihn erst freilassen, wenn dieser ihn nicht mehr belästigen würde. Nach seinem Tod konnte er aufgrund seiner Taten weder in den Himmel noch in die Hölle – der Teufel schenkte ihm jedoch eine Rübe und eine glühende Kohle, damit er fortan durch die Dunkelheit wandern konnte. Der beleuchtete, allseits bekannte, Kürbis ist somit in Wirklichkeit eine Rübe. In den USA gab es jedoch rund um Halloween viele Kürbisse und so wurden diese ausgehöhlt, beleuchtet und mit fratzenhaften Gesichtern versehen, damit sie böse Geister vertrieben. Die Bezeichnung dieser Kürbisse als Jack O’Lantern erinnert an die Sagenfigur.

Wie wird Halloween heute in Europa gefeiert?

Halloween entwickelte sich zunehmend als eine schaurig-lustige Karnevalserweiterung und zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, auch in Kontinentaleuropa. Die Konsumindustrien griffen den Trend rasch auf und heute gibt es ab Herbstbeginn Halloweenartikel für alle denkbaren Bereiche zu erwerben (Kochbücher, Kostüme, Dekoartikel, spezielle Süßigkeiten usw.).

Auch die nordamerikanische Tradition, dass schaurig verkleidete Kinder am 31.10. umherziehen, um Süßigkeiten einzusammeln („trick or treat“ bzw. „Süßes oder Saures“) sowie Halloweenpartys unter Teenies und Erwachsenen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Leider kommt es im Zuge dieses Fests auch immer wieder zu Vandalismus, weshalb vermehrte Polizeieinsätze nötig sind.

Was jedenfalls für alle klar ist: Halloween ist der Abend der großen und kleinen Geister und Gespenster, Vampire und Hexen, Monster und Skelette. Gruselige Accessoires, Verkleidung und Dekoration sind gefragt: Spinnen, Skelette, Kürbisse – es gibt kaum Grenzen.

Schaurig schöne leckere Snacks und Drinks lassen Ihre Halloweenparty auch im coronabedingten kleinen Rahmen zu einem besonderen Fest werden:

Rezeptideen für Ihre Halloweenparty

Hexenbowle

1 Glasschüssel
1 Flasche Waldmeisterlimonade
1 Packung Gummibärenwürmer, Spinnen, o. Ä.
1 Schöpfer

Tipp: Für Erwachsene kann man noch etwas Alkohol dazu mischen 😉

Mumiensnacks

1 Fertigpizzateig oder
500g Mehl
½ Würfel frische Germ (Hefe)
1 Prise Zucker
1 TL Salz
1-2 EL Olivenöl
300 ml lauwarmes Wasser
10 Würstchen (z. B. Frankfurter/Wiener)
Senf, Ketchup

Zubereitung:

Hefe in einer kleinen Schüssel in etwas Wasser einbröckeln und mit dem Zucker vermischen. Mehl in eine größere Schüssel geben und eine Mulde formen. Die aufgelöste Germ in die Mulde gießen und etwas Mehl mit den Fingern verrühren. Warten Sie einige Minuten, bis sich Bläschen bilden. Dann das Salz, das Olivenöl und das restliche Wasser hinzufügen, mit Knethaken zu einem Teig verarbeiten und 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 Grad Umluft) vorheizen.

Wenn sich der Teig deutlich vergrößert hat, nochmals durchkneten und eine Hälfte abtrennen. Wenn Sie Zeit sparen möchten, verwenden Sie Fertigteig.  Nun Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in Streifen schneiden. Wickeln Sie anschließend um jedes Würstchen einen Teigstreifen, sodass sich die Mumienoptik ergibt – es soll noch etwas vom Würstchen herausschauen, damit es richtig gruselig ausschaut. Oben immer einen Sehschlitz für die Augen der „Mumie“ einplanen und ev. noch einen Streifen von unten nach oben anbringen.

Legen Sie die „Mumien“ auf ein Backblech mit Backpapier und backen Sie diese ca. 10–15 Minuten bis der Teig und die Würstchen durch sind und die obere Lage eine leicht braune Farbe bekommen hat. Die „Mumien“ schmecken warm und kalt.

Friedhofserde als Dessert

2 Beutel Puddingpulver Schokolade
Zucker nach Geschmack
1 Liter Milch
5-6 dunkle Kekse
Einige gruselige Gummisüßigkeiten (z. B. Würmer, Schlangen, Spinnen etc.)
Einige Butterkekse o. Ä. als Grabsteine
Bei Bedarf: Marzipan

Zubereitung:

Pudding nach Packungsangabe zubereiten, dann in eine flache Form geben und abkühlen lassen. Vor dem Servieren die Schokokekse zerkrümeln und auf dem Pudding als Erde verteilen. Butterkekse in Hälften teilen und als Grabsteine platzieren. Mit den gruseligen Gummiwaren verzieren. Aus dem Marzipan kleine Maden formen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

Guten Appetit!

Foto: pixabay.com

5/5 (1)

Bitte bewerten Sie diesen Beitrag

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte einen Kommentar verfassen.
Bitte hier den Namen eingeben.