Wenn die Zähne nicht mehr wollen - die zunehmenden Problematiken für ältere Menschen

Unsere Zähne sind wichtig und stellen einen sehr entscheidenden Faktor unseres Gesundheitsstatus dar. Schon ein einziger Zahn kann solche Probleme verursachen, dass er uns nächtelang, gar wochenlang vor Schmerzen nicht schlafen lässt. Und er kann so einiges im Kiefer selbst anrichten und auch zerstören. Das intakte Gebiss ist elementar für ein unproblematisches und vitales Leben.

Umso wichtiger ist es, dass nicht nur der regelmäßige Zahnarztbesuch immer auf der Agenda stehen muss. Besonders im Alter kommen dem Alterungsprozess geschuldete Probleme und Erkrankungen an Zahnfleisch und Co. hinzu, die man auch jeden Fall so früh wie möglich behandeln lässt.

Die Angst vor der Parodontose

Grundsätzlich ist der Rückgang des Zahnfleisches über das ganze Leben hinweg ein ganz natürlicher Vorgang, der dabei weder dem Zahnfleisch noch den Zähnen gefährlich werden kann. Es sei denn, dass die Zahnpflege und auch die Reinigung nicht immer wirklich zu 100 Prozent intensiv und gründlich vorgenommen wurde. Dass das Zahnfleisch im Zuge der Alterung sich deutlich mehr zurückgebildet hat erklärt sich von selbst. Doch sobald sich Bakterien durch Plaquebildung an Zahnhälsen und Zwischenräumen ansiedeln konnte, beginnt schleichend und meist völlig unbemerkt die Parodontose. Ist sie schon weit fortgeschritten, kommt es zwangsläufig zur Lockerung und auch Verlust der Zähne. Hier muss der Dentist eingreifen und diese Behandlungen sind äußerst langwierig und auch zum Teil schmerzhaft. Dabei sei gesagt, dass die Kosten vieler Behandlungen und auch der nicht selten notwendige Zahnersatz von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht vollständig übernommen werden.

Hier ist es nicht verkehrt, generell die Vorteile einer Zahnversicherung ausschöpfen zu können. Wenn sie früh genug abgeschlossen wurde, ist die Erstattungshöhe zum Teil ordentlich und somit erspart man sich die Kosten hoher Rechnungen. Parodontose ist grundsätzlich behandelbar, doch eine vollständige Heilung ist je nach Schwere der Erkrankung besonders im Alter eher selten.

Der Schmelz geht verloren

Das strahlend weiße, echte Gebiss, ist nur selten im Alter zu sehen. Denn meist beobachten Menschen im Alter eine gelbliche Verfärbung ihrer Zähne. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess, denn auch der Zahnschmelz, der den Zahn schützt, stößt unweigerlich an seine Grenzen und altert. Der Zahnschmelz nutzt sich eben ab und wird mit zunehmenden Alter einfach immer dünner. Das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein wird stärker sichtbar und dies lässt dann die Zähne gelblich und dunkler wirken. Gesund sind die Zähne dennoch, nur starke Säuren bei der Nahrungsaufnahme sollten gemieden werden, um den Prozess nicht noch zu begünstigen.

Druck und Enge im Gebiss

Plötzlich verspürt man einen erheblichen und teils auch schmerzhaften Druck im Gebiss. Ein möglicher Grund kann dein zunehmender Engstand der Zähne sein. Dieser kann nämlich durch die befürchteten Weisheitszähne entstehen, die auf die anderen Zähne tüchtig Druck ausüben. Aber auch ein immer wieder vorkommendes, mögliches Restwachstum des Unterkiefers kann zu einer Verschiebung im Alter führen. Eine weitere Ursache ist der sogenannte physiologische Mesialdrift. Bei guter Prophylaxe und Pflege und vor allem auch richtiger Behandlung allerdings können dennoch unsere Zähne über 90 Jahre alt werden.

Foto: pixabay.com

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