Geldversorgung im Urlaub: So gehören Wechselprobleme der Vergangenheit an

Sommerzeit ist Ferienzeit! Gerade die Monate Mai und Juni sind für viele von uns bereits durch die Vorfreude aber auch die große Sehnsucht nach der Erholung im Urlaub gekennzeichnet. Doch das Ganze hat auch seine Schattenseite: Sie kennen sicherlich auch den Stress, der mit der Planung und der Vorbereitung einhergeht.

Dazu kommt auch noch die Ausstattung der Reisekasse, denn schließlich wollen Sie am Urlaubsort entsprechend flüssig sein. Zum Glück hat sich in diesem Bereich während der letzten 10 Jahre viel getan. Wir zeigen Ihnen nun, wie Sie Ihre Geldversorgung im Urlaub sicherstellen und dabei eine Menge Stress vermeiden können.

Schlechte Wechselkurse und Gaunereien: Zum Glück Vergangenheit

Eine Reise in den Achtziger Jahren war selbst innerhalb Europas oft ein Abenteuer. Urlauber konnten vorher nie genau wissen, welchen Wechselkurs sie erwischen. Sowohl Banken zu Hause als auch Wechselstuben am Urlaubsort haben zum Teil deutliche Gebühren draufgeschlagen oder sehr unvorteilhafte Wechselkurse geboten.

Zum Glück können Sie ein solches Szenario heute als Anekdote aus der Vergangenheit betrachten. Es gibt nämlich wesentlich einfachere Wege, an Geld in der Landeswährung des Urlaubsziels zu kommen:

1. Gebührenfreie Reisekreditkarten

Den Königsweg bieten heute Reisekreditkarten. Diese vereinen im Idealfall gleich mehrere Vorteile auf sich:

  • Kostenfreie bargeldlose Zahlungen in Fremdwährungen (kein Auslandseinsatzentgelt)
  • Kostenfreie Bargeldabhebungen in der jeweiligen Landeswährung (keine Barabhebungsgebühren)
  • Keine Grundgebühr

Eine solche Kreditkarte bieten Ihnen also die Möglichkeit, im Urlaubsland jederzeit Geld in der jeweiligen Landeswährung am Geldautomaten abzuheben. Sie sparen sich Wechselgebühren und müssen nicht erst die Wechselkurse und Gebühren entsprechender Wechselstuben vergleichen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, bargeldlos ohne Gebühren zu bezahlen. Gerade Kreditkarten genießen weltweit eine große Akzeptanz.

Bekannte Reisekreditkarten mit möglichst niedrigen Kosten sind:

  • Hanseatic Bank GenialCard

    – Dauerhaft keine Grundgebühr
    – Keine Auslandsnutzungsgebühren (innerhalb und außerhalb der EU)
    – Keine Barabhebungs- und Fremdwährungsgebühren seitens der Bank

  • Barclaycard Visa

    – Dauerhaft keine Grundgebühr
    – Keine Auslandsnutzungsgebühren (innerhalb und außerhalb der EU)
    – Keine Barabhebungs- und Fremdwährungsgebühren
    – Langes Zahlungsziel bis zu 8 Wochen

  • DKB Visa Card

    – Dauerhaft keine Jahresgebühr
    – Keine Auslandsnutzungsgebühren (innerhalb der EU und mit Aktivstatus auch außerhalb der EU)
    – Keine Barabhebungsgebühren (innerhalb der EU und mit Aktivstatus auch außerhalb der EU)
    – Kostenfreies Girokonto

Bei der DKB Visa Card handelt es sich um eine kostenfreie Kreditkarte als Zusatzleistung zum kostenlosen Girokonto. Wer alle Vorteile nutzen möchte, benötigt den Status als Aktivkunde. Dieser wird bei einem monatlichen Geldleingang von mindestens 700 Euro pro Kunde gewährt.

Wichtig: Die oben genannten Banken berechnen für Barabhebungen im Ausland keine Gebühren (DKB bei Aktivkunden). Doch leider kann es vorkommen, dass Geldautomatenaufsteller im Ausland ihrerseits Gebühren verlangen. Hier sollten Sie vorher also genau hinschauen, wo die Gebühren aufgelistet sind oder online recherchieren. Wählen Sie bei der Auszahlung zudem die Variante „ohne Währungsumtausch“. Sie erhalten dann Geld in der jeweiligen Landeswährung, aber es erfolgt keine Umrechnung in Euro, die sich Automatenaufsteller oft teuer bezahlen lassen.

2. Die Nutzung der EC-Karte

Alternativ können Sie auch mit Ihrer EC-Karte (Maestrocard, V-Pay oder girocard) Bargeld in der jeweiligen Landeswährung abheben. Hier müssen Sie zwar mit Gebühren rechnen, jedoch fallen dies oft trotzdem geringer aus als beim Geldwechsel in einer Wechselstube.

Oft ist es jedoch sinnvoller, die EC-Karte gleich als bargeldloses Zahlungsmittel zu nutzen. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn diese auch anerkannt wird. In vielen Ländern, die ebenfalls mit Euro bezahlen, stellt dies kein Problem dar. Dabei fallen in zahlreichen Fällen auch keine Gebühren an. Anders sieht dies außerhalb es europäischen Währungsraums aus. Dort kann es leider passieren, dass die EC-Karte abgelehnt wird oder Sie eine Fremdwährungsgebühren zwischen 1 und 5% (häufig ca. 3%) bezahlen müssen.

Tipp: Achten Sie bei Händlern am Urlaubsort immer auf die Akzeptanzsymbole. Ob nun Maestro oder V-Pay – sollte das Symbol auftauchen, ist eine Kartenzahlung im Normalfall möglich. Die Fremdwährungsgebühren Ihrer Bank erfragen Sie am besten vor der Reise.

Reisekasse ausstatten: Auch eine Frage der Sicherheit

Bei der Ausstattung Ihrer Reisekasse sollten Sie stets auch den Sicherheitsgedanken im Kopf haben. Auf unbekanntem Terrain wiegt ein Diebstahl häufig sehr viel schwerer. Im schlimmsten Fall stehen Sie ohne Geld und Karten dar und der Urlaub nimmt ein vorzeitiges Ende. Genau deshalb ist es sinnvoll, die verschiedenen Geldquellen zu mischen:

  • Eine kleine Summe Bargeld in Landeswährung (maximal 100-150 Euro)
  • Reisekreditkarte (oder Kreditkarte mit Konto bei einer Direktbank)
  • Geldkarte
  • Reisechecks

Im besten Fall bewahren Sie die einzelnen Geldquellen auch noch an verschiedenen Orten auf. Werden Sie dann Opfer eines Diebstahls, haben Sie immer noch Alternativen. Reisechecks dienen dabei nur noch als Notfallabsicherung. Waren sie in der Vergangenheit äußerst beliebt, reduziert sich ihre Bedeutung im Zeitalter der Digitalisierung mehr und mehr. Trotzdem weisen sie immer noch einen großen Vorteil auf: Sie werden bei Verlust schnell und zuverlässig noch am Urlaubsort ersetzt.

Mit der richtigen Planung zur günstigen und sicheren Reisekasse

Jedes Jahr freuen wir uns auf unseren Urlaub! Endlich einmal etwas Neues kennenlernen und den eigenen Horizont erweitern. Alternativ geht es manchmal auch einfach nur um Flucht und Erholung vom stressigen Alltag. Der Planung der Geldversorgung im Urlaub kommt dabei eine große Bedeutung zu. Schließlich möchten Sie sich auch am Urlaubsort etwas gönnen.
Gerade in Ländern mit fremder Währung lässt sich der ganze Prozess vereinfachen, indem Sie auf eine Reisekreditkarte setzen. Diese erlaubt es Ihnen, bargeldlos zu zahlen und Bargeld in der Landeswährung abzuheben, ohne sich mit hohen Gebühren herumschlagen zu müssen. Wenn Sie zusätzlich noch ein wenig Bargeld und Reisechecks vorhalten, können Sie im Urlaub günstig und sicher eine schöne Zeit genießen.

Foto: pixabay.com

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