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Eine Investition in die eigenen vier Wände stellt für zahlreiche Deutsche noch immer die beste Altersabsicherung dar. Der aktuell niedrige Zinssatz für Baufinanzierungen macht einen Hauskauf für viele zusätzlich attraktiv. Doch damit der Traum vom Eigenheim auch aufgehen kann, müssen im Vorhinein zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden.

Hauskauf ist ein Prozess

Der Ablauf eines Hauskaufs bis zur letztendlichen Schlüsselübergabe ist in den meisten Fällen ein langwieriges Unterfangen. Um Fehler zu vermeiden, ist ein überlegtes und nicht überstürztes Handeln enorm wichtig. Jeder hat seine ganz eigenen Ansprüche und Bedürfnisse, was das Wohnen betrifft. Diese sollten am potenziellen neuen Wohnort auch erfüllt werden. Daher ist es wichtig sich unbedingt ein genaues Bild vor Ort zu machen, bevor man sich für eine Immobilie entscheidet:

Das Wohnumfeld

Die Wohngegend und das unmittelbare Umfeld haben einen enormen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden. Dazu gehört neben einem ansprechenden Angebot von Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangeboten, Schulen und Ärzten auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr oder die direkte Nachbarschaft. Der Standort der Immobilie beeinflusst den Kaufpreis maßgeblich.

Zustand und Ausstattung

So individuell wie die persönlichen Geschmäcker ist auch die Ausstattung der meisten Immobilien. Hier kommt es auf diverse Aspekte an, ob eine Immobilie einem zusagt oder nicht. Wie ist die Raumaufteilung? In welchem Zustand befinden sich Fenster, Türen und Haustechnik? Im besten Fall zieht man einen Bausachverständigen mit hinzu, um den Zustand der allgemeinen Bausubstanz auch zuverlässig einschätzen zu können. Mit Blick auf die laufenden Kosten sollte zudem der Energieausweis geprüft werden.

Budgetplanung

Der Kaufpreis stellt nicht die einzigen Kosten dar, die bei einem Hauskauf anfallen. Generell kommen zunächst einmal die sogenannten Kaufnebenkosten auf einen zu. Diese umfassen unter anderem die Grunderwerbssteuer, Notarkosten sowie ggf. eine Maklerprovision. Um Budget-technisch auf der sicheren Seite zu sein, sollten hier etwa 15 Prozent des Gesamtbudgets veranschlagt werden. Darüber hinaus ist es auch wichtig Umzugs- und Renovierungskosten von vornherein fest im Budget einzuplanen. Wenn man eine gebrauchte Immobilie erwirbt, kann es auch immer sein, dass diverse Modernisierungsarbeiten zusätzliche Kosten verursachen.

Die Budgetplanung ist ein wichtiger und entscheidender Schritt im Prozess des Hauskaufs, letztlich stellt das zur Verfügung stehende Budget den groben finanziellen Rahmen dar. Viele kalkulieren hier viel zu knapp und ohne einen finanziellen Puffer einzuplanen. Ein solcher Puffer ist enorm wichtig, um gegen unerwartete Mehrkosten gewappnet zu sein. Sofern der Puffer am Ende nicht benötigt wird, kann man das Geld später auch beispielsweise in ein praktisches Gartenhaus oder Teile der neuen Inneneinrichtung investieren.

Häuser Besichtigen

Sofern das Budget feststeht, kann man sich über die Immobilienpreise in der jeweiligen Gegend informieren. Immobilienportale und regionale Zeitungen sind hier ein guter Anlaufpunkt. Die durchschnittlichen Kaufpreise in der Region können als Referenzwert herangezogen werden, sodass man etwaige Kaufpreise gut einordnen kann. Bei der Besichtigung vor Ort ist ein systematisches Vorgehen hilfreich, insbesondere dann, wenn man sich mehrere Immobilien anschaut. Systematisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man einer Art Checkliste folgt und wichtige Punkte nach und nach abklärt. Generell empfiehlt es sich die Besichtigungen tagsüber durchzuführen, nur so lassen sich bestimmte Dinge wie die Dacheindeckung oder die Fassade objektiv beurteilen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, während der Besichtigung Fotos zu machen, sofern es gestattet ist. So kann man sich im Nachhinein besser an bestimmte Sachverhalte erinnern. Vor allem der Heizungsanlage sollte während der Besichtigung besondere Beachtung geschenkt werden.

Wer seine Traumimmobilie gefunden hat, sollte den Kaufvertrag nicht sofort unterzeichnen. Vielmehr gilt es diesen Vertrag erst einmal in Ruhe durchzulesen und zu prüfen. Hierzu empfiehlt es sich unbedingt, einen Notar oder einen Anwalt zurate zu ziehen. Nur so ist es möglich auf etwaige Gewährleistungsklauseln, oder Unklarheiten bezüglich der Zahlungsbedingungen aufmerksam zu werden. Vor allem sollte die Grundstückgewinnsteuer, welche der Verkäufer zu zahlen hat vertraglich festgehalten sein. Bei der Überprüfung des Vertrags sollte man sich keinesfalls unter Druck gesetzt fühlen, in der regel kann dies durchaus zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen.

Die passende Finanzierung finden

Für die meisten Personen stellt ein Immobilienkauf mit die größte Investition des Lebens dar, nur die wenigsten können den Kauf mit ihrem eigenen Kapital abdecken. Es bietet sich daher an, etwa zeitgleich zur Immobiliensuche auch nach einer passenden Finanzierung Ausschau zu halten. Der Vergleich verschiedener Kreditinstitute und Banken kann dabei helfen, den jeweils günstigsten Immobilienkredit zu finden. Neben den genauen Konditionen der Baufinanzierung gibt es noch einige andere Aspekte, etwa die Rückzahlungsdauer oder etwaige Sondertilgungen, welche man natürlich im Voraus überdenken sollte. Bei der Finanzierungswahl äußert sorgsam zu seien, ist angesichts der Tragweite der Entscheidung nur anzuraten.

Foto: pixabay.com

Der Traum vom Eigenheim - sorgfältige Planung zahlt sich aus
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