Heilende Mundspülungen – Die wirksamsten Kräuter, Öle und Tees für Atemfrische und ganzheitliche Gesundheit

Selbst die beste Zahnbürste kann nicht alle Bereiche im Mund gut erreichen und Zähne, Gaumen, Zunge und Wangenschleimhaut rundum optimal pflegen – wohl aber eine Spülung. Sie ist zwar kein Ersatz für die tägliche Zahnreinigung (insbesondere der Zwischenräume), aber eine ideale Ergänzung.

In der Zahnmedizin gilt Chlorhexidin als bester Wirkstoff für Mundspülungen. Werden neue Produkte wissenschaftlich untersucht, wird ihre Wirksamkeit oft an Chlorhexidin gemessen, da es nach pharmazeutischen Gesichtspunkten die effektivste Verbindung ist, um das Wachstum und die Vermehrung zahlreicher Bakterien, Viren und Pilze zu hemmen. Die Anwendung kann jedoch zahlreiche Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu zählen: unästhetische Verfärbungen der Zähne und der Zunge, Zungenbrennen, Geschmacksveränderungen, Häutungen des Zahnfleischs, zahlreiche Aphthen (Schleimhautveränderungen), verlängerte Wundheilung, Resistenzbildungen bis hin zu lebensgefährlichen allergischen Reaktionen. Darüber hinaus belasten diese Lösungen die Umwelt.

Preiswerter, umweltschonender und sogar effektiver als der zahnmedizinische Goldstandard ist erwiesenermaßen das Ölziehen mit Kokosöl. In einer klinisch kontrollierten Studie führte das Spülen mit Chlorhexidin nach 6 Monaten zu einer Verringerung des Zahnbelags um 16 bis 45 Prozent. Bereits nach 7 Tagen, also in einer wesentlich kürzeren Zeit, reduzierte sich der Zahnbelag in der Gruppe, die Ölziehen mit Kokosöl praktizierte, um 29 Prozent. Das Geniale dabei: ganz ohne Nebenwirkungen. Im Gegenteil: Es hellt die Zähne auf; es reinigt die Mundschleimhäute und die Zunge, wodurch sich der Geschmackssinn verbessert; es hilft bei aufgesprungenen Lippen; ist natürlich; führt zu keinen Resistenzbildungen; schützt vor Karies und Parodontitis; optimiert die Atemfrische; ist während der Schwangerschaft anwendbar und seit Jahrtausenden erprobt. Diese Art der Mundspülung reinigt ganz nebenbei sogar das Blut, entgiftet den Körper und fördert das Wohlbefinden.

Mundspülung mit Kokosöl

Und so wird’s gemacht: Nehmen Sie einen Tee- bis Esslöffel Kokosöl in den Mund. Festes Kokosöl schmilzt im Mund innerhalb von Sekunden, da es einen Schmelzpunkt von 24°C hat. Ziehen Sie es durch die Zahnzwischenräume. Versuchen Sie, es wirklich durch alle Zwischenräume im Ober- und Unterkiefer, im Front- wie im Seitenzahnbereich zu bewegen. Optimal ist eine Anwendungszeit von 20 Minuten. Wenn es einmal schnell gehen muss: Einige Sekunden Ölziehen sind besser, als ganz darauf zu verzichten. Sobald Sie fertig sind, spucken Sie das Öl in die Biomülltonne oder in die Toilette. Bitte nicht ins Waschbecken, da dieses mit der Zeit verstopfen kann.

Achtung! Schlucken Sie das Öl bitte nicht hinunter, denn während des Ölziehens bindet es Giftstoffe, die nicht wieder zurück in den Körper gelangen sollten. Gerade wenn Sie diese Entgiftungsmethode noch nicht oft angewendet haben, können die im Öl angesammelten Toxine zu leichter Übelkeit führen. In diesem Fall spucken Sie das Öl bitte umgehend aus und fahren Sie mit frischem Öl fort.

Genaueres finden Sie im Buch Heilende Mundspülungen (Abbildung links). Hierin ist auch beschrieben, welche anderen Speiseöle sich für das Ölziehen eignen und welche Vor- und Nachteile sie haben.

Wer das Gefühl von purem Öl im Mund nicht mag, der kann auf wässrige Alternativen zurückgreifen. Ein altes Hausmittel ist die Natron-Mundspülung. Nehmen Sie 1 Teelöffel Natron auf 1 kleines Glas lauwarmes Wasser, lösen Sie das Pulver gut auf und spülen Sie Ihren Mund gründlich damit. Natron-Mundspülungen kann man auch über längere Zeit ohne Nebenwirkungen verwenden. Dabei ist Natronpulver preiswert, nachhaltig und ähnlich effektiv wie der Goldstandard in der Zahnmedizin, das Chlorhexidin.

Zeolith gegen Zahnfleischbluten

Wer Giftstoffe im Mund loswerden und Zahnfleischbluten reduzieren will, der sollte Zeolith nutzen. Dieses gemahlene Vulkangestein gibt dem Körper Spurelemente und Mineralien und bindet gleichzeitig Gifte wie Schwermetalle (Arsen, Kadmium, Chrom, Nickel und Quecksilber) in seiner Gitterstruktur. Nebenbei stärkt es das Immunsystem und unterstützt die Wundheilung. Zudem bewahrt es Zähne und Knochen vor einem Verlust von Kalzium und schützt somit vor Karies und Parodontitis.

Und so wird’s gemacht: Geben Sie 1 Messlöffel Zeolith in 1 Glas Wasser und verrühren Sie es gut. Spülen Sie damit den Mund aus und spucken Sie das Zeolith-Wasser anschließend aus. Um die Reste, die sich auf dem Boden des Glases abgesetzt haben, ebenfalls zu nutzen, wiederholen Sie die Prozedur, bis keine Schlieren mehr im Glas sind.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Heilpflanzen, die ein Segen für die Mundgesundheit sein können. Dazu zählen:

Aloe vera, die Bakterien im Mundraum reduziert und Entzündungen hemmt;
Kamille, die hilfreich bei Aphthen und anderen Entzündungen im Mundraum ist;
Eukalyptus, der sowohl gegen Bakterien, Pilze als auch Viren wirkt;
Lavendel, der Zahnschmerzen lindert und die Nerven beruhigt;
Salbei, der das Zahnfleisch stärkt und Wunden im Mundraum stärkt;
Zistrose, die Schwermetalle ausleitet, bei Aphthen, Infektionen in Mund- und Rachenraum, Druckstellen, Zahnfleischentzündungen hilft und als Kariesschutz dient.

Im wissenschaftlich fundierten und liebevoll gestalteten Buch Heilende Mundspülungen können Sie zahlreiche Rezepte nachlesen. Es bietet einen Schatz an Therapieempfehlungen für Leiden von A wie Aphthen über Lippenherpes bis Z wie Zahnfleischbluten. Dieser Ratgeber ist der zweite Teil der Reihe „Ganzheitliche Mundheilkunde“. Er hat 248 farbige Seiten, ist beim Hans-Nietsch-Verlag erschienen (ISBN 978-3-86264-826-9) und seinen Preis von 19,90 Euro wahrlich wert. Hiermit können Sie Ihre Mundspülung ganz bequem nach Ihren eigenen Bedürfnissen nachhaltig und preiswert herstellen!

Foto: silviarita / pixabay.com

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