Hokkaido Kürbis

Kürbisse sind Beerengewächse und somit botanisch gesehen eine Frucht. Ursprünglich stammen sie aus Südamerika und werden dort schon seit Jahrtausenden (!) verspeist. Sie haben von September bis November Saison in Deutschland. Kürbisse bieten den Vorteil, dass sie lange gelagert und auch gut eingefroren werden können. Da sie regional angebaut werden, sind sie vergleichsweise CO₂ freundliches Gemüse und da sie viele Vitamine enthalten, sind sie außerdem sehr gesund.

Am Ende des Beitrags teile ich mit Ihnen mein aktuelles Lieblingskürbisgericht. Zuvor gibt es aber noch einiges Wissenswertes zu erfahren.

Einfrieren von Kürbissen:

Am besten blanchieren Sie den (wenn nötig) geschälten und entkernten Kürbis bereits in Stücken für ein bis zwei Minuten in kochendem Salzwasser. Danach abtropfen lassen und nach dem Auskühlen einfrieren. So verkürzt sich die Vorbereitungszeit für Ihr Kürbisgericht erheblich und Sie können lange von den frischen Kürbissen aus der aktuellen Saison profitieren.

Wie lange sind Kürbisse haltbar?

Kürbisse sind grundsätzlich gut zum Einlagern geeignet. Ganze Kürbisse mit intakter Schale halten sich über mehrere Wochen problemlos, sogar bei Zimmertemperatur. Bei optimaler, also kühler und trockener Lagerung (etwa in der Speisekammer oder im Keller) können sie mehrere Monate bis zu einem Jahr haltbar sein. Angeschnittene Kürbisse bzw. Kürbisstücke halten sich im Kühlschrank ca. zwei bis drei Tage.

Die bekanntesten Kürbissorten in Deutschland:

Hokkaido

Der typische, orange, runde Kürbis ist der beliebteste in Deutschland und praktischerweise in jedem Supermarkt erhältlich. Ursprünglich stammt er von der gleichnamigen Insel in Japan, wo er gezüchtet wurde. Seit rund 20 Jahren wird er auch in Europa angebaut. Die Hokkaido Saison startet übrigens schon im August.

Der Hokkaido erreicht ein Gewicht von ein bis zwei Kilogramm. Seine Schale ist essbar, er hat festes faserarmes Fruchtfleisch und schmeckt leicht nussig.

Er enthält viel Vitamin A (100 Gramm decken 70 % des Tagesbedarfs) sowie Vitamin B, das gut für die Nervenzellen und den Stoffwechsel ist. Da er nur wenige Kohlenhydrate enthält (5g/100g), ist er auch für Low-Carb-Freunde geeignet. Da er einen hohen Kaliumgehalt hat, wirkt sein Genuss anregend auf die Nieren- und Blasentätigkeit und er wirkt somit entwässernd. Hokkaidokürbis hat außerdem besonders wenig Kalorien (63kcal pro 100g).

Tipp: Bei optimaler Lagerung hält sich der Hokkaido sogar bis zu einem Jahr!

Der Hokkaido ist extrem vielseitig in der Küche einsetzbar: Als Püree, Kürbiscremesuppe, Beilage, als Kuchen oder Brot, gefüllt und/oder überbacken.

Butternusskürbis

Butternusskürbis (auch Butternut oder Birnenkürbis genannt):

Der Butternusskürbis ist länglich, birnenförmig und hat eine blasse, gelbliche Schale, die glatt oder genoppt sein kann. Er ist bereits ab 200 Gramm als ganzes Stück erhältlich und hat seinen Namen von seinem buttrigen Aroma.

Seine ist Schale ist sehr hart und schwer zu schneiden, ebenfalls essbar, jedoch härter als beim Hokkaido und benötigt entsprechend deutlich länger zum Garen. Er kann aber ganz unkompliziert mit einem Gemüseschäler geschält werden, wenn man das möchte. Seine Konsistenz kann als eher cremig beschrieben werden und der Geschmack geht in Richtung nussig-süß. Wer keine Lust auf das Entkernen hat, ist hier vergleichsweise schnell fertig, da der Butternusskürbis nur wenig Kerne hat. Diese sind außerdem essbar und schmecken ebenfalls nussig. Sie können roh verzehrt, oder vorher in der Pfanne kurz angeröstet werden.

Der Butternusskürbis ist sehr gesund. Er beinhaltet viel Vitamin A und ist bei Sportlern ebenso beliebt, wie bei Personen, die sich Low Carb ernähren (5g/100g). In ihm findet man außerdem einen hohen Anteil an Betacarotin (125g Butternusskürbis deckt den gesamten Tagesbedarf), das der Haut guttut, beim Bräunen unterstützt und vor einer frühzeitigen Hautalterung schützen kann. Durch den niedrigen Fettgehalt und den hohen Anteil an Ballaststoffen, die sättigend wirken, kann er auch beim Abnehmen helfen. Der Butternusskürbis hat ebenfalls einen hohen Kaliumgehalt und regt damit ganz natürlich den Körper zu einer leichten Entwässerung an. Außerdem enthält er Kalzium und Magnesium und stärkt so das Immunsystem und die Knochen. Kieselsäure ist besonders gut für Zähne, Haare und Nägel.

Wenn der Butternusskürbis (unbedingt den Stiel dranlassen!) kühl und trocken im Ganzen gelagert wird, ist er einige Monate haltbar.

In der Küche wird er besonders gerne für Suppen, Püree, gebratene Kürbisspalten oder zum Füllen eingesetzt. Er ist für alle cremigen Gerichte geeignet, wie Kürbiskuchen oder Risotto.

Muskatkürbis:

Der Muskatkürbis kommt aus Südamerika und wird etwa in Peru schon seit 4000 Jahren verzehrt.

Er ist größer als die bisher genannten. Da er bis zu 40 kg schwer werden kann, wird er auch oft in Stücken (Scheiben) verkauft. Er hat eine leicht faserige Konsistenz. Das Aroma dieses Kürbisses ist würziger und intensiver als bei anderen Sorten. Es ähnelt, wie der Name schon sagt, dem der Muskatnuss. Würzt man ihn zusätzlich mit diesem Gewürz, wird der Geschmack noch verstärkt. Im Gegensatz zu anderen Kürbissorten ist der Muskatkürbis besonders schmackhaft, wenn er noch nicht ganz reif ist. Man erkennt die noch nicht eingesetzte volle Reife an der dunkelgrünen Schale. Später färbt sie sich Beige oder Orange.

Die Schale ist weich und lässt sich gut entfernen, außerdem hat der Muskatkürbis nur wenige Kerne, weshalb er schnell küchenfertig ist.

Muskatkürbis enthält ebenfalls viele gesunde Inhaltsstoffe, u. a. Betacarotin, das eine gesunde Haut, kräftige Haare und die Sehkraft fördert.

Besonders geeignet ist er für Suppen, Püree, Kompotte, Chutneys oder Risottos. Muskatkürbis kann man auch gut roh, als Salat, zu sich nehmen.

Rezept: gefüllter Hokkaido (vegetarisch)

Für 2 Personen

  • 2 eher kleine bis mittlere Hokkaidokürbisse
  • 2-3 Handvoll Semmelwürfel (je nach Größe der Kürbisse)
  • 1 Stange Lauch oder 1 Zwiebel
  • 1 Becher Creme fraîche natur
  • 1 Packung geriebener Käse nach Wahl (z. B. Emmentaler oder Mozzarella)
  • Einige Stücke getrocknete Tomaten nach Geschmack
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Backofen vorheizen (220 °C Umluft/240 °C Ober-/Unterhitze). Kürbisse gut waschen, Deckel abschneiden und mit einem Löffel aushöhlen. Wenn nötig, den Boden begradigen, damit die Kürbisse dann gut am Blech stehen. Die Kürbisse mit dem Deckel direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech ins Rohr geben, während es noch aufheizt. Für die Füllung zunächst den Lauch (Zwiebel) klein schneiden und mit dem Olivenöl und einer Prise Salz 3 bis 4 Minuten anbraten (Pfanne auswischen, sie wird noch benötigt). Dann mit der Creme fraîche, den Semmelwürfeln, den klein geschnittenen getrockneten Tomaten und dem Käse vermengen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer sowie einer Brise Muskatnuss würzen. Nun werden die bereits vorgebackenen Kürbisse gefüllt und nochmals ca. 15 Minuten gebacken, bis sie ganz gar sind (kann je nach Größe etwas variieren).

Dazu passt z. B. Feldsalat oder anderer grüner Salat, garniert mit angerösteten Kürbiskernen.

Foto: pixabay.com

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