Sie möchten Kinder haben? Dann sollten Sie diese 10 Fakten unbedingt kennen!

Auch wenn es wie eine Floskel klingt: Nichts verändert Ihr Leben so extrem wie ein Kind. Doch was heißt das eigentlich im Detail? Oft zucken dann erfahrene Eltern nur mit den Achseln oder lächeln müde. Wir zeigen an zehn Beispielen, was es heißt ein Elternteil zu sein.

1. Schon wieder so spät!

Partys, Freunde treffen oder einfach mal in Ruhe eine Serie am Stück schauen – das war einmal. Oder besser gesagt: Mit einem Kind planen Sie Ihre Abende deutlich besser als ohne. Ab sofort geht es nämlich nicht um Sie und Ihre Freizeit, sondern um die Frage, ob es Ihrem Kind gut geht. Sie sitzen also auch in den freien Stunden am Abend mit einem Ohr am Babyfone und sind immer auf dem Sprung. Und wenn Sie nichts von Ihrem Kind hören, sind Sie besorgt, ob es ihm auch wirklich gut geht. Ach! Wenn Sie so auf die Uhr schauen, nun es ist eh schon wieder 22 Uhr und spätestens um 5 wird das Kind eh wieder wach. Also… gehen Sie wohl jetzt eh ins Bett. Aber wissen Sie was? Sie machen das gerne. Verrückt, oder?

2. Könnt Ihr nicht auch zu uns kommen?

In der WhatsApp-Gruppe mit Ihren Freunden werden zum Wochenende wieder große Pläne gemacht: erst an den See, dann in die Disco und dann vielleicht noch in eine Bar. Ihr einziger Beitrag zur Diskussion ist die Frage, ob nicht auch Spieleabend bei Ihnen gehen würde. Aber bitte nicht zu laut sein, immerhin schläft das Kind! Am Ende bleiben Sie auf der Couch und schauen eine Folge Ihrer Serie. Ja – machen wir uns nichts vor: mit einem Kind, gerade mit einem kleinen Kind, leiden Ihre sozialen Kontakte spürbar. Nicht, weil Ihre Freunde Ihnen Ihr Glück nicht gönnen, sondern weil Sie einfach nicht mehr so flexibel wie früher sind. Und das wird sich in den kommenden Jahren auch nicht mehr ändern. Doch das ist okay. Sprechen Sie mit Ihren Freunden. Sie wären überrascht, wie viele von ihnen hin und wieder auch Spieleabende mögen!

3. Kam nicht die Woche das Gehalt?!

Kinder kosten Geld. Das ist kein dummer Spruch, sondern harte Realität. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass ein Kind bis zum 18. Geburtstag über 130.000 Euro kostet. Das sind im Monat mehr als 580 Euro. Und das Bezahlen der Rechnungen beginnt bereits am ersten Tag! Eine gute Erstausstattung für Ihren kleinen Schatz kann so allein schon bis zu 3.000 Euro verschlingen. So wird Ihnen gerade in den ersten Monaten immer wieder der Gedanke „das kann doch nicht so teuer sein!“ durch den Kopf schießen. Die einzige ehrliche Antwort darauf ist: doch! Geld wird in den kommenden Jahren für Sie und Ihre Familie in den meisten Fällen eine flüchtige Bekanntschaft bleiben. Legen Sie sich also schon mal ein dickes Fell zu, wenn Sie gerne öfters auf Ihren Kontostand blicken.

4. „Also ich habe bei meinen Kindern…“

Wo wir gerade von dicken Fellen sprechen: legen Sie sich gleich eine Vorratspackung zu. Denn spätestens ab dem Moment, an dem Sie sich offiziell Mama oder Papa nennen dürfen, beginnt auch Ihre Reise zurück in die früheste Kindheit. Warum? Ab sofort sind Sie wieder Schüler oder Schülerin und werden von Familie, Freunden und Bekannten darüber belehrt, wie Ihr Kind zu versorgen ist. Egal ob es kinderlose Paare oder die eigenen Eltern sind: jeder wieder Ihnen genau erklären wie Sie Ihre elterlichen Pflichten zu erfüllen haben. Kein Thema ist „weicher“ als Erziehungsfragen. Einfach, da es hier kein Richtig und kein Falsch gibt. Sie begeben sich also in eine gewaltige Grauzone, in der Sie erst lernen müssen zu navigieren. Lassen Sie sich aber nicht von Ihrem Kurs abbringen. Immerhin kennt niemand Ihr Kind besser als Sie selbst. Versuchen Sie nur, nicht komplett beratungsresistent zu sein. Denn: manchmal haben die Nervensägen (leider) auch Recht.

5. Ihr wollt das Kind in die Krippe abschieben?!

Auch Sie haben sicher Frauen in der Familie, die vor allem eines sind: Hausfrauen mit Leib und Seele. Doch wie alt sind diese Frauen im Durchschnitt? Eben. Das Familienbild hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Schon allein durch die wirtschaftliche Situation, welche von jungen Menschen immer mehr fordert, ohne viel mehr zurückzugeben. Für ein normales Paar ist es heute so schon finanziell eigentlich nicht mehr möglich, auf ein festes Einkommen zu verzichten. Gerade auch die explodierenden Immobilienpreise sorgen für einen ständigen Existenzdruck, welcher gerade für junge Eltern besonders schwer wiegt. Was also tun, wenn eigentlich beide Elternteile Geld verdienen müssten? Für viele Familien ist die Krippe hier ein Ausweg, auch wenn dieser ebenfalls Geld kostet.

In einigen Bundesländern wie Bayern gibt es seit 2013 einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Doch leider ist es in vielen Familien verpönt und nicht selten sprechen Angehörige dann schnell vom „Abschieben“ des Kindes. Ignorieren Sie diese Sprüche einfach und sehen Sie sie als das, was sie sind: die Sichtweise einer extrem privilegierten Generation. Nutzen Sie den Rechtsanspruch, wenn Sie Ihn haben. Am Ende zählt Ihre Familie (und ihr Auskommen) mehr, als blöde oder unangemessene Sprüche.

Wie ein Kind Ihr Leben verändert

6. Eigentlich habe ich keine Ahnung was ich tue!

Eltern sind Meister des Alltags. Sie beherrschen es Arbeit, Kind, Freizeit und alles Drumherum in einen Hut zu bekommen und sind dabei auch noch fit, happy und voller Energie – oder? Haha. Nein. An dieser Stelle müssen wir Ihnen wohl einen Zahn ziehen. Als Elternteil haben Sie nahezu nie das Gefühl alles perfekt im Griff zu haben. Vielmehr versuchen Sie einfach nur durch die aktuelle Situation durchzukommen, um sich anschließend der nächsten zu stellen. Gerade junge Eltern erleben neue und gruselige Situationen am Fließband. Egal ob es der erste Sturz des Kindes ist, das Einschießen der Zähne, Trotzphasen oder einfach nur das alltägliche Chaos. Und am Ende des Tages sind Sie froh, wenn Sie kurz unter die Dusche springen können, bevor es auch schon ins Bett geht. Immerhin wartet morgen ein weiterer Tag. Achten Sie in den kommenden Tagen in der Öffentlichkeit darauf: Zombies sind schon lange unter uns. Nur nennen sie sich selbst „Mama“ und „Papa“.

7. Wie blöd ich doch war!

Ohje… Was haben Sie sich doch für Gedanken gemacht, bevor Sie Ihr Kind am Ende in den Armen halten konnten! Liebe ich einen Jungen/Mädchen ebenso wie das umgekehrte Geschlecht? Was mache ich, wenn es dem Kind gesundheitlich nicht gut geht? Und wie ist das, wenn etwas schiefgeht?!



Ja, Sie waren wirklich blöd. All die Nächte voller Sorgen und Angst haben Sie immer wieder beschäftigt und am Ende waren Sie aber doch nicht mehr als Angst. Aber natürlich waren Sie unsicher und natürlich wollen Sie für Ihr Kind nur das Beste. Aber hin und wieder durchschnaufen und die Schwangerschaft mehr genießen – das wäre was gewesen! Denn, es gibt wohl keine schönere Zeit im Leben eines jungen Paares als die Zeit der Vorfreude auf den gemeinsamen Nachwuchs! Also, nehmen Sie sich die Zeit, genießen Sie Ihre gemeinsamen Abende zu zweit! So schnell bekommen Sie diese Momente nicht zurück.

8. Aber was ist mit uns als Paar?

Steigen wir mit der harten Wahrheit ein: Sie werden sich nach der Geburt Ihres Kindes als Paar streiten. Immer wieder und manchmal auch wegen Kleinigkeiten. Das gehört einfach dazu, wenn die Nerven blank liegen und der Schlaf fehlt. Jedoch bedeuten diese Streitereien nicht, dass Ihre Beziehung zu Ihrem Partner in Schieflage gerät. Vielmehr bedeutet es, dass beide Elternteile versuchen Ihren eigenen Platz in dieser nun neuen Lebenssituation zu finden. Geben Sie sich als Paar einfach die Zeit, die Sie benötigen. Eine gesunde und gewachsene Partnerschaft wird von diesen Situationen nicht erschüttert, keine Sorge.

Reden Sie als Paar über Ihre Gedanken, Sorgen und Probleme. Das hilft Ihnen nicht nur durch stressige und nervige Tage, sondern auch in Ihrer Beziehung. Hin und wieder dürfen Sie sich aber auch einfach ärgern und wütend sein. Nehmen Sie sich so fern möglich eine kleine Auszeit und gönnen Sie sich etwas, was Ihnen guttut. Das kann auch sein in Ruhe einen Kaffee zu trinken oder auf dem Handy zu spielen.

9. Ich weiß gar nicht, wie es früher war

Es gibt im Leben zwei entscheidende Phasen. In der einen können Sie es sich nicht vorstellen jemals Kinder zu haben. In der anderen Phase können Sie sich nicht mehr daran erinnern, wie es ohne Kinder überhaupt war. Das bedeutet nichts anderes, als dass auch für Sie das Familienleben zur Normalität werden wird. Und das ist eine tolle Sache! Denn es gibt im Leben nichts Wichtigeres als die Familie und die Liebe innerhalb einer Familie. Sie verlieren nichts mit einem Kind, sondern gewinnen so viel dazu, von dem Sie vorher gar nicht wussten, dass es da ist. Sie werden Abstriche machen müssen und vieles wird nicht mehr sein wie vorher. Und wissen Sie was? Das ist genau richtig so!

10. Eltern werden ist einfach. Eltern sein ist schwer

Zu guter Letzt entlassen wir Sie nun doch noch mit einer Binsenweisheit: Eltern werden ist einfach. Eltern sein ist schwer. Sie können einfach nicht alles richtigmachen und ihr Kind wird Sie immer wieder an die Grenzen führen. Das ist normal und kein Grund zum Verzweifeln. Sie sind jetzt in einem Marathon und keinem Sprint. Und am Ende steht nur ein wichtiges Ziel: Ihr Kind das Rüstzeug mitzugeben, dass es selbst im Leben erfolgreich sein kann. Das geht nur mit Geduld, Liebe aber auch der Fähigkeit über sich selbst lachen zu können. Sie sind nur ein Mensch, auch wenn Sie für Ihr Kind so viel mehr sind. Geben Sie Ihr Bestes, jeden Tag. Es wird genug sein!

Fotos: pixabay.com

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